Plötzlich stand der Mensch vor uns, von dem wir in der Sekunde, als wir ihn sahen nur eines wussten: Wir würden ihn für eine unbestimmte Zeit den Göttern stehlen und wenn an dessen Schönheit die Höhe des Zorns und der Bestrafung gemessen würde… Nun, kein Stein bliebe auf dem anderen und die Reibungshitze eines jeden Körpers beim Eintritt in die Atmosphäre hätte etwas von einem Kerzenlicht auf einem Geburtstagskuchen verglichen mit dem, was uns bevorstand. Wir ahnten, sie würden uns verbrennen.
Wir begannen das Wort hinreißend zu messen an dem Wahrgenommenen und es wurde uns zu schwach für das Gesehene, Erlebte und Gefühlte. Ein taumelnder, unvollkommener, überzuckerter Buchstabenkamerad, dessen Beschreibungswille für diesen Menschen nicht stark genug war.
Welchen Reichtum wir uns auch immer gewünscht haben, in ihrer Gegenwart hatten wir mehr, als es uns je in den Sinn gekommen wäre. Wir blickten auf ein Verzauberungskunststück, das seine Tricks nicht verbarg und trotzdem war der Verstand überzeugt ein Wunder zu erleben. Wir sahen Augen, Mund, Ohren, Hals und Haar und schlossen aus, dass es das sein konnte und gaben allem dieses eine Wort: Wunder.
Änderten zu wundervoll, zu wunderschön, zu einzig.
Als es uns die Sprache verschlug, weil es keine ausreichend vollkommenen Worte mehr zu geben schien, um zu beschreiben, war vorbei, was nicht angefangen hat. Die Leerstellen verschwinden nach und nach, bis auf die Worte mit denen wir sie zu beschreiben versuchen. Wir hoffen, dass wir uns nicht eingestehen müssen, dass unsere Worte nicht reichen, jemals eine gelingende Beschreibungen für sie zu finden. Wir haben gesehen, was jeder sehen kann und sind besorgt, dass das offensichtliche zu oft unausgesprochen bleibt, weil es eben so unbestreitbar, unverstellt selbstverständlich zu erkennen ist.
Du vergibst Schönheit, wenn Du erzählst, verschenkst sie, wenn Du lachst, sie scheint von Dir, wenn Du bist wie Du bist. Du bist schön, Überirdische.